Ostseebad Binz

In einer Sinfonie von Blau und Weiß besticht Rügens Osten durch sein breites Spektrum: feine Sandstrände, lebendige Seebäder, schroffe Felsküsten sowie historische Sehenswürdigkeiten – eingebettet in eine uralte Kulturlandschaft. Rügens Osten ist vielseitig – und war es schon immer. Halbinseln und Buchten geben der schönsten deutschen Ostseeinsel ihre charakteristische Form. In der Proker Wiek, einer der schönsten Buchten (Binzer Bucht) an der deutschen Ostseeküste, entwickelte sich der mondäne Badeort Binz aus einem Fischerdorf. „Byntze“, im Jahre 1318 erstmals erwähnt, ist dank seiner optimalen Lage die Nummer eins unter Rügens Inselbädern.

Boot Ostseebad Binz

Ostseebad Binz – Strandvergnügen in einem Naturparadies

Wer Rügen hört, denkt oft an die weiß leuchtenden Kreidefelsen, die zum Meer hin steil abfallen, bekannt geworden durch die Bilder des Romantikers Caspar David Friedrichs.
In einem atemberaubenden Naturparadies genießt Binz den Ruf, das schönste Seebad zu sein. Das ausgedehnte und hügelige Waldgebiet Granitz begrenzt das Ostseebad im Süden. Der Schmachter See bildet im Westen die natürliche Grenze. Prachtvolle weiße Villen säumen die Strandpromenade und die abzweigenden Straßen des Badeortes – die Bäderarchitektur ist beeindruckend.


Das Ostseebad Binz in der Binzer Bucht


Binz ist heute der eleganteste Ort der Insel, in dem das Sehen und Gesehenwerden stets von großer Bedeutung ist. Die reiche Bäderarchitektur verleiht dem Ort ihren spezifischen Charakter. Hölzerne Veranden mit verspielten Ornamenten als auch Türmchen und Erker zieren die Bauten aus den Jahren um 1900. Jede Villa ist einzigartig – wie eine Diva. Die Villen Undine und Rusche fallen besonders ins Auge. Indes verbreitet das denkmalgeschützte Kurhaus aus dem Jahr 1908 ein wenig englische Atmosphäre á la Brighton. Es ist eine Art Wahrzeichen von Binz und Rügen. Seit 2001 erstrahlt das prachtvolle Kurhaus als Luxushotel in neuem Glanz. Seine große Zeit erlebte Binz um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Aus dieser Zeit zeugen noch zahlreiche Pensionen und Hotels im Stil der verspielten Bäderarchitektur. Von seiner Anziehungskraft hat der Badort bis heute nichts eingebüßt.

Wellen, Strand und Mee(h)r

Der breite, feinsandige Strand, die geschützte Lage, die schwache Brandung und der steinfreie Meeresgrund machen das Ostseebad Binz zu einem begehrten Badeparadies. Besonders Familien schätzen die idealen Bedingungen für den Badespaß. Das Ostseebad wird jedes Jahr mit dem Umweltsymbol „Blaue Flagge“ ausgezeichnet. Am Strand und auf dem Meer herrscht stets ein buntes Treiben: Wasserski, Bananenreiten, Tretbootfahren oder Segeln – Binz steht für aktive Stranderlebnisse. Die Strandpromenade ist mit 4,3 Kilometer die längste auf Rügen. Hier wechseln sich Hotels, schicke Boutiquen und Restaurants ab – ideal zum Bummeln und zur Einkehr. In den Sommermonaten starten von der 370 Meter langen Seebrücke die Ausflugsschiffe. Viele genießen zunächst den herrlichen Panoramablick auf die Seeseite des Ostseebads. Andere „chartern“ ein Schiff und schippern gemütlich zu den Kreidefelsen und zum Kap Arkona. Nicht zuletzt hat Binz im Juni 2019 einen Weltrekord geschafft: 11 000 Tonnen Sand, Sägen, Schaufeln und Skalpelle – unter den geschickten Händen von unzähligen Künstlern aus aller Welt entstand eine riesige Sandburg. Die märchenhafte Sandburg des Ostseebades ist die höchste der Erde.

Binz und Umgebung – immer einen Ausflug wert

Eine Entdeckungsreise rund um das traditionsreiche Seebad führt zu Inselbädern mit leicht verwittertem Charme, durch dichte Buchenwälder, liebliche Hügellandschaften und zu weit ins Land hineinragenden Binnengewässern. So schlängelt sich der Park der Sinne mit einem Irr- und Duftgarten entlang der schilfumsäumten Ufer des Schmachter Sees. Der See, einst eine Meeresbucht, verlandet zunehmend. Unweit liegen die Feuersteinfelder. Das weiß-graue Steinmeer entstand durch Überflutung der Küste vor 4000 Jahren. Von Neu Mukran führt ein herrlicher Wanderweg zu den Feldern. Das „Steinerne Meer“ erstreckt sich auf der schmalen Heide auf einer Länge von 2 Kilometer mitten im Kieferwald. Andere besuchen die lang gestreckte Bauruine der Kdf-Anlage Prora oder sie erobern die Spitze des Tempelberges und besuchen das Jagdschloss Granitz. Die Großsteingräber bei Lancken-Granitz sind ebenfalls sehenswert. Das kleine Dorf Zirkow lädt indes zu einer Zeitreise ein. Der Museumshof gewährt einen Einblick in das frühere ländliche Leben auf der Insel. Im benachbarten Rügenhaus dürfen sich die Gäste anschließend in einem rustikal-ländlichen Stil kulinarisch verwöhnen lassen. Beliebt ist auch ein Ausflug auf die Insel Usedom zu den berühmten Kaiserbädern.
Empfohlen sei ein Besuch in der Glasbläserei von Binz. Vor den Augen der Besucher wird flüssiges Glas zu kunstvollen Gegenständen geblasen. Auch das Fälschermuseum ist ein begehrtes Ziel. Hier blühen van Goghs Sonnenblumen und da Vincis Mona Lisa lächelt versonnen – es gibt zahlreiche Werke zu besichtigen – handgemalt von den besten Fälschern der Welt.